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Presse: «Entchen erschrecken im KanalÂ…»
19.08.2007 12:01 (7412 x gelesen)

Entchen erschrecken im Kanal«Entchen erschrecken im Kanal…»
 

200 Jahre alt ist der Linthkanal, über die Sanierung wird gestritten. Einige Jahre war er für Motorboote gesperrt, seit 1997 geht es mit Bewilligung. Der Oldtimer Boot Club Zürichsee schickte fünf Holzboote durch die Stromschnelle.

Von Uschi Meister

Beharrlich hängen die Morgennebel, obwohl ein Tag mit Strahlewetter angesagt ist. Gegen Mittag schiebt die Sonne den Dunstvorhang dann doch zur Seite. Und sieht, was so richtig ihr Herz erfreut: Sorgsam restaurierte und gepützelte Holzboote geben sich ein Stelldichein vor der Einfahrt zum Linthkanal.

Anker bereitlegen heisst es hier und das Ankertau-Ende am Bug befestigen, damit nicht bei einem allfällig eintretenden Motorschaden ein Schiff Heck voran durch den Kanal zurückschlittere. Die Strömung beträgt an diesem Tag rund sieben Stundenkilometer, der Kanal ist nach den Unwettern randvoll.

Abenteurern sei abgeraten

Der hohe Wasserstand indessen bietet Idealbedingungen für die Durchfahrt. Probleme und damit Schäden an Booten sind eher bei Niedrigwasser zu befürchten. Jeder Bootsführer hat einen Plan mit Tücken und Hindernissen im Kanal mitbekommen, das Reglement zur Befahrung war der Bewilligung beigelegt. Von Vorteil ist die Ausstattung mit GPS und zusätzlichem Gerät zum Erkennen von Untiefen.

Aus Gründen des Uferschutzes dürfen nicht mehr als zehn Boote täglich den Kanal durchfahren, dies in den Monaten März und April sowie von Juli bis September. Durchschnittlich sind es unter 50 Bewilligungen jährlich, laut Linthverwaltung in Lachen.

Grundsätzlich erhält jeder die Bewilligung, der eine gültige Bootsprüfung vorlegen kann. Das Befahren auf eigene Faust und ohne ausreichende Vorkenntnisse ist jedoch nicht zu empfehlen. Um die Stromschnelle bei Ziegelbrücke mit einem Tritt von gut fünfzig Zentimetern zu nehmen, ist ein eher stärkerer Motor gefragt. Leichtsinnige Abenteurer abzuhalten erweist sich nicht allzu schwierig. Zum einen finden sich im Internet Erlebnisberichte von gekenterten Faltbootfahrern und zum andern sind die Bedingungen selten wirklich ideal. Auch der Oldtimer Boot Club hatte die Fahrt schon letztes Jahr im Rahmen der Zürichsee-(Ferien)Woche auf dem Programm, sie konnte damals wegen zu niedrigem Wasserstand nicht durchgeführt werden.

Etliche Tücken im Kanal

Die Anker liegen bereit, die Sonne beginnt zu brennen. Eine Tafel bei der Kanaleinfahrt weist auf das Verbot hin. Wir passieren das Hündeler-Paradies Allmeind Schmerikon, Kiosk und Beiz bei der Grynau, zu den Autos auf der A 53 müssen wir hoch hinaufschauen. Wenig später kommt die Geschwindigkeits-Prüfstrecke. Es sind nur gemütliche 15 km/h erlaubt, doch die Strömung hält noch mit 7 km/h dagegen. Verboten sind das Überholen, Wenden und Wasserski, zudem Fischen und Baden vom Boot aus. Die Fahrt bis in den Walensee wird knapp über eine Stunde dauern.

Die Mitte des Kanals ist nicht immer die Ideallinie, schon vor dem Giessen in Benken sind Untiefen zu beachten. Kein Problem, weil die meisten der Bootsführer den Kanal kennen, als Gäste fahren Segler oder etwa Werner Rutz vom Dampferchen Geordie mit. Sein Schiff würde die Stromschnelle keinesfalls schaffen, auch wenn die Mär umgeht, dass schon mal ein Ruder-Achter mit extrastarken Mannen kanalaufwärts durchgekommen sei. In der Tat befährt der Ruderclub Rapperswil-Jona verstärkt durch den Ruderclub Meilen jährlich den Linthkanal – abwärts jedoch, von Weesen nach Schmerikon.

Stumme Zeugen

Die vorbeiziehenden Bunker inspirieren zu Spekulationen, wie diese Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg schlau genutzt werden könnten. Auch die Dämme mit den beidseitigen Gehwegen erinnern an frühere Zeiten. Hier waren Recker mit Pferdegespannen unterwegs, die mühevoll Lasten kanalaufwärts zogen – der Vater vom heutigen «Sternen»-Wirt in Benken soll der letzte Recker am Kanal gewesen sein. DerWasserlauf wurde schon von den Römern genutzt, alsWeg von den Alpen hinunter zu ihren Siedlungen am Zürichsee.

An diesem Strahletag kurz nach Schulanfang sind so gut wie keine Ausflügler unterwegs. Eine Firmenbelegschaft sitzt im Schatten beim Mittagsmahl. Etwas weiter bemühen sich zwei gestandene Mannsbilder, ebenso knusprig braun wie ihre Begleiterin im weissen Bikini zu werden, das Gummiboot wartet geduldig. Der Beginn des Industrie-Zeitalters grüsst beim einmündenden Industriekanal. Abwechslung soweit das Auge reicht, weitestgehend Natur pur. Die Hauptattraktion des Tages, die Stromschnelle beim Bahnhof Ziegelbrücke, ist von weitem zu erkennen. Der Kanal scheint sich unter den Eisenbahnbrücken zu schütteln, spritzt erzürnt mit weisser Gischt.

Augen auf und durch

Wie und wo die Stelle zu nehmen sei, wird mit zwei tief hängenden Markierungen bezeichnet. Und da darf dann auch der Motor heulen, denn volle Kraft ist angesagt, um die gut fünfzig Zentimeter Stufe zu überwinden. Lange vorher wurden herumstehende Gläser, Kameras und Feldstecher sicher verkeilt. Auch für Menschen ist Festhalten angesagt, es schüttelt ganz schön durch. Premiere bedeutet die Stromschnelle für Felix, einen der speziell ausgebildeten Kapitäne auf der «Ajax», dem für Gäste zugelassenen Clubschiff. Die Kanaldurchfahrt fehlt ihm noch im persönlichen Leistungsausweis. Als Zweiter braust er durch die Gefahrenstelle mit Holzboot «Reni», erzeugt eine beachtliche Spritzfontaine, ansonsten alles problemlos.

Wohlgefühl pur

Gleich hinter der Gefahrenstelle ist die Geschwindigkeit wieder zu drosseln, bis zum Kanalende sind Untiefen und alte Brückenpfähle zu umfahren. Bald wird dasWasser still und allmählich tut sich die Weite des Walensees auf. Bestandesaufnahme ist angesagt: alle da, alle guten Mutes, minus eine Sonnen-Kappe. Nun ist auch für die Oldtimer Bootsfreunde Mittag angesagt, beiWirtinAnnalieseWalser in der «Schifflände» Quinten ist der Empfang herzlich – man kennt sich seit Langem. Die Fischknusperli munden hervorragend und die Küche schickt gar die auf dem Boot benutzten Trinkgläser durch die Spülmaschine.

Der Rest des Tages ist Wohlgefühl pur. Die Platanen spenden Schatten, der Blick auf die vertäuten Holzboote entzückt Wanderer und Kursschiff-Passagiere.Am Nachmittag ziehen die Oldtimer noch eine Ehrenrunde auf dem See bis zur Heidi-Musical-Bühne in Walenstadt. Auf den Sandstränden nehmen Sonnenhungrige letzte Bräune, zwei See-Pläuschler älteren Jahrganges schützen sich mit einem riesigen Sonnenschirm.

Die «Talfahrt» durch den Linthkanal wird etwas weniger prickelnd. Auch abwärts geht es mit voller Kraft über die Stromschnelle, wer etwa sorglos auf dem Bug sass, nahm eine kühle Dusche.

Stolze Lady, klingender Name

Die Talfahrt mache ich auf der «Antarctica», um vom Organisator und Schiffseigner noch etwas über die stolze See-Lady, die 1961 für einen Architekten am Bielersee gebaut wurde, zu erfahren. Dort hat sie Urs Faul, zusammen mit seinem Bruder Geschäftsführer der Bootswerft gleichen Namens, 1995 in sehr schlechtem Zustand in einer Scheune entdeckt.

Sieben Jahre nahm die liebevolle Restaurierung in Anspruch mit teils handgefertigten Original-Nachbauteilen. Mit V8-Benzinmotor, 35 km/h Höchstgeschwindigkeit, drei Tonnen Gewicht und siebzig Zentimetern Tiefgang kann sie zehn Personen befördern. Warum das wunderschöne Schiff «Antarctica» heisst, wird möglicherweise ihr Geheimnis bleiben.

Um den Linthkanal streiten sich Naturliebhaber, Umweltschützer, Freizeitgeniesser und Fischer gleichermassen. Auf passierende Motorboote reagieren die meisten indessen erfreut: Badende Kids halten sich fest und in ihren Gesichtern steht zu lesen «Endlich Abwechslung, endlich Wellen». Die gefiederten Bewohner vom nahen Brutreservat blicken stolz aufsWasser, lassen sich vom Motorengeräusch nicht stören. Ins Wasser zurückgepurzelt sind ein paar Entchen, die eben auf der Kanalbefestigung eine Schwimmpause einlegten. Die Heckwelle hat sie in den Kanal zurückgespült.

Doch erschreckt dürften sich die Quackgesellen kaum haben – und so ist denn auch der Titel der Reportage eher in Anlehnung daran zu verstehen, was Georg Kreisler mit den Tauben im Park vorhatte.

Die Südostschweiz am Sonntag, 19. August 2007, Seite 12, Sonntagsreportage - Bilder Uschi Meister


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