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Presse: Oldtimerboote tuten heiser
15.08.2003 09:51 (7511 x gelesen)

Oldtimerboote tuten heiserOldtimerboote tuten heiser
 

Stäfa: Premiere der «Gustav Prym» aus Bodman am Bodensee auf dem Zürichsee

Das Museums- und Fahrgastdampfboot «Gustav Prym» verliess zum ersten Mal die heimischen Gewässer am Überlingersee, um am kommenden Samstag am Oldtimertreffen alter Boote in Rapperswil teilzunehmen. In seinem Kielwasser fuhr die «Anastasia» mit und wasserte ebenfalls am Stäfner Seeplatz: ein immer wieder faszinierendes Schauspiel.

EVA SCHROEDER



Heiseres Tuten in drei verschiedenen Tonarten klingt über den Zürichsee ans Stäfner Ufer: Das von Rapperswil kommende Nachmittagsschiff der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft kreuzt das Museums- und Fahrgastdampfboot «Gustav Prym» aus Bodman am Überlingersee. Dahinter tuckert die viel kleinere, mit Holzfeuerung angetriebene «Anastasia». Ihr Heimathafen liegt in Hard, am vorarlbergischen Bodenseeufer.

In drei Stunden den See gewechselt

Beide Boote wurden gestern Vormittag am Stäfner Seeplatz von einem Pneukran der Firma Zimmermann (Wetzikon) in den See gehoben, die zusammen mit der Meilemer Transportfirma Gebrüder Schneider (Meilen) das aufwändige Vorhaben unterstützt; denn sonst hätten die beiden Schiffe wohl kaum für eine Premiere am Dampfboottreffen in Rapperswil gewonnen werden können.

Um 6.45 Uhr war die «Gustav Prym» vom Zollfreihof in Kreuzlingen gestartet. Nach dreistündiger Fahrt über Zürich erreichte das 1916 erstmals in Konstanz auf dem Bodensee als Passagierdampferchen eingesetzte Oldtimerboot die Ötiker Haab. Im Schlepptau auf separatem Anhänger war ihr die österreichische «Anastasia» gefolgt, ein Nachbau einer alten englischen Luxusjacht.

Fans sofort auf dem Platz

Oldtimerschiffe haben fast alle eine bewegte Vergangenheit. Sie sind alternde Diven, die mit wachsenden Jahrzahlen dank der Pflege und Zuneigung durch ihre Eigner immer schöner werden. Das Messing des Kamins leuchtet hell. Vornehm schimmert die gepflegte Holzverkleidung, angenehm sitzt es sich auf den Lederpolstern. Die Bordinstrumente sind, jedes für sich, Antiquitäten von einigem Wert; jedenfalls für Oldtimerboot-Fans, von denen sich einige am Seeplatz einfanden und eifrig fotografierten. Die als Museums- und Passagierschiff immatrikulierte «Gustav Prym» gehört einer Gemeinschaft von fünf Eignern und wird von einer etwa 27 PS starken englischen Dreizylinderverbundmaschine mit Baujahr 1906 angetrieben. Nachdem sie ihren Dienst als Passagierdampfer erfüllt hatte, wurde das Boot zu einem Löschboot für die Konstanzer Feuerwehr umgebaut.

Maschine auf Abwegen

Irgendwann landete das Schiff auf dem Schrottplatz und rostete bis 1987 vor sich hin. Die fünf Eigner haben gegen 12 000 Freizeitstunden investiert, um das schöne Schiff in reiner Handarbeit wieder zum Leben zu erwecken. «Ein alter Schmied in Bodman lernte uns das Sandstrahlen von Stahl, das Anfertigen eines neuen Bugs und eines neuen Hecks. Am ganzen Boot gibt es keine einzige Schweissnaht. Die Nieten haben wir alle selbst hergestellt», erzählt Mit-eigner Karl Sailer unter der Kastanie am Stäfner Dampfschiffsteg.

Das Beschaffen der 1906 gebauten Dampfmaschine war ein Abenteuer der Extraklasse. Ein Miteigner fand sie in San Diego und liess sie per Schiffsfracht nach Bodman schicken. 1948 sei die Maschine aus dem Stammboot ausgebaut und weltweit in verschiedenen Technologiemuseen gezeigt worden, weiss Karl Sailer. «Erneuert werden musste der Dampfkessel. Die sorgfältig gepflegte Dampfmaschine läuft seit Jahren störungsfrei. Man kann unser für zwölf Passagiere zugelassenes Museumsboot auch chartern für private Fahrten», berichtet Sailer, der sich sehr auf die Tage auf dem Zürichsee und in Rapperswil freut.

An den Haken genommen

Beim Stäfner Stein blinkt die Vorwarnung. Im Westen dräuen graublaue Gewitterwolken. Wind zieht auf. Es ist schwül. Die vielen Enten vor dem Seeplatz schwimmen aufgeregt am Ufer auf und ab, obwohl sie das Einwasserungsprozedere schon seit langem kennen. Die Helfer von Karl Sailer befestigen die Traggurte an den vier Stahlketten des Krans. Um 10.45 Uhr schwebt die «Gustav Prym» wie eine Luftgondel empor und auf den See hinaus. Sachte wird sie gedreht und auf das Wasser gesenkt. Dann löst Karl Sailer das Sicherheitstau vom Kran.

Um elf Uhr legt die «Gustav Prym» längseits der Mauer am Dampfschiffsteg an. Die Kibitze, die bei Erich Waldmann oder vor dem Schützenhaus ihren Apéro nehmen, haben Logenplatz gelöst und geniessen das Schauspiel in vollen Zügen.

Grüsse vom Bodensee

Peter Markus, der Eigner der kleineren, aber sehr feinen «Anastasia» sucht derweil nach Holz für die Feuerung seiner Dampfmaschine. Er wird fündig bei der Zimmerei Peter Müller an der Seestrasse, wo man ihm zwei Riesensäcke voll Abfallholz schenkt. Nur eine Viertelstunde nach der «Gustav Prym» tuckert auch die «Anastasia», aus deren Messingkamin es schon tüchtig raucht, herbei und legt längs der grossen Schwester an.

Nun gehts ans Aufrüsten der Boote: Wasser einfüllen, Brennstoff bereitstellen. Der «Gustav Prym» wird der Kamin aufgesetzt, der für den Strassentransport abmontiert worden war. Drei Stunden später hört mans heiser tuten: Premierengrüsse vom Bodensee an den Zürichsee.

Oldtimer - Technik

Stäfa: Die «Gustav Prym», 10,5 Tonnen schwer. 12.5 Meter lang, 3.10 Meter breit über die Scheuerleiste. mit einem Tiefgang von 1,05 Metern, wird mit Heizöl befeuert. Fahrtgeschwindigkeit maximal 7 Knoten.

Die «Anastasia» ist mit einer Zweizylin der-Verbundmaschine ausgestattet, bringt 5 PS Leistung und verfeuert Holz. Sie wurde 1986 nach einem Original bei Steam & Electric Launch Co. in England für eine Bootsausstellung in London als Luxusboot nachgebaut. Sie ist über alles 6,40 Meter lang, 1,73 Meter breit, hat einen Tiefgang von 0,55 Metern, ein Gewicht von 1450 Kilo und fährt 5,2 Knoten. (sch.)
 


Prym und Druckknopf

Stäfa
: Der moderne Druckknopf wurde vor hundert Jahren zum ersten Mal in Serie produziert. 1903 erwarb die Familie Prym in Stolberg die Lizenz des im März 1885 patentierten Druckknopfes. Die Pryms sind seit Mitte des 17. Jahrhunderts als Kupferschmiede und Messingfabrikanten bekannt. Heute beschäftigt die Firma weltweit über 4500 Mitarbeiter. Der eigentliche Erfinder des Druckknopfes ist Heribert Bauer, der aber in der Industriegeschichte keine Spuren hinterlassen hat.

Die Familie Prym hingegen entwickelte bereits drei Jahre nach Erwerb der Lizenz einen Fertigungsautomaten. der die Feder aus Bronzedraht in das Druck-Federteil des Knopfes einarbeitet. Gustav Prym, Besitzer der «Druckknopfwerke». war in Konstanz ansässig und gehörte zu den Honoratioren der Stadt. Seine Villa an der Seestrasse in Konstanz beherbergt heute den Yachtklub und die Kunstakademie. (sch.)
 


Lebendige Geschichte

Rapperswil
: Zum 20-jährigen Bestehen der Vereinigung Schweizer Dampfbootfreunde und des Oldtimer-Boot-Clubs Zürich organisieren die beiden Vereine das nostalgische Treffen in Rapperswil. Mehr als 60 Oldtimer aus den Kategorien Dampf-, Motor- und Segelboote sind am kommenden Wochenende im Hafen zu sehen.

Die Eröffnung der Jubiläumsfeierlichkeiten ist heute Abend um 18 Uhr. Die Taufe eines Dampfbootes ist um 18.30 Uhr vorgesehen. Nach einer Eröffnungsfahrt der. Vereinsmitglieder ist ab 19.30 Uhr im Festzelt ein gemütlicher Abend mit Musik angesagt.

Am Samstag wird ein Wettfahren der Motor- und Dampfboote im 5-Minuten-Takt um 10.30 Uhr gestartet. Der erste Lauf der Segelboot-Regatta steht am Nachmittag um 15 Uhr auf dem Programm. Um 15, 15.30 und 16 Uhr werden Publikumsfahrten angeboten.

Am Sonntag fahren OIdtimerautos des Schweizerischen Motor-Veteranenclubs Sektion Zürich ab 10.30 Uhr beim Fischmarktplatz ein. Um 11 Uhr beginnt der zweite Lauf der Segelboot-Regatta. Zur gleichen Zeit bis 12.30 Uhr kann man eine Bootsfahrt mit den nostalgischen Dampf- und Motorbooten buchen. (wjp)


Zürichsee-Zeitung Rechtes Ufer, 15. August 2003, Seite 6, Zürichsee - Bild: Reto Schneider


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