Presse: Kampf um die schnellsten Wege

Datum 20.05.2008 12:52 | Thema: 

Oldtimer Regatten - Kampf um die schnellsten WegeZürichsee-Zeitung March Höfe - Dienstag 20. Mai 2008

Kampf um die schnellsten Wege

Taktik und ein gutes Zusammenspiel zwischen dem Skipper und der Mannschaft waren an der Regatta auf dem Obersee gefragt.

Susanne Zellweger

 


Vergangenen Samstag trafen sich rund acht Oldtimersegelboote und etwa 20 Lacustre in Rapperswil zu einer Segelregatta, organisiert durch den Oldtimer-Boot-Club Zürichsee. Der Startschuss konnte aufgrund des Windmangels erst mit einer guten Stunde Verspätung abgefeuert werden. Die Lacustre hatten den ersten Start, danach die Oldtimerboote. Ein Fehlstart der Lacustre veranlassten diese, sich hinter den Oldtimern zum Start aufzureihen. Der Parcours führte zweimal um die mit Bojen abgesteckte Strecke. Interessierte Zuschauer hatten die Möglichkeit, das Regattageschehen hautnah auf dem Klubschiff «Ajax» mitzuerleben. Die M/L «Ajax» wurde im Jahre 1936 erbaut und ist seit letztem Jahr im Besitz der Stiftung Oldtimer-Boote Zürichsee.

Farbenfrohe Segelpracht

Interessant zu beobachten war das Zusammenspiel der Besatzung. Jeder Handgriff musste stimmen und zur rechten Zeit erfolgen. Der Start erfolgte gegen den Wind. Jeder versuchte den besten Kurs zu erwischen, und sie fuhren so im Zickzack der ersten Boje entgegen. Auf dem Rückweg konnten die Segel vom Rückenwind profitieren. Das sogenannte Spinnaker wurde gesetzt. Eine farbige Flotte zierte den Wasserspiegel des Zürichsees. Noch einmal eine Wende an der unteren Boje, und es folgte ein weiterer Kampf gegen den Wind. Das Feld zog sich bald schon auseinander, aber die schnellsten Boote waren nicht unbedingt auch die Sieger, denn aufgrund des Bootes wird berechnet, ob ein Zeitzuschlag oder -abzug erfolgt. Dies ist so ähnlich zu verstehen wie das Handicap beim Golf. Eines der Oldtimerboote beispielsweise hatte keinen Spinnaker und konnte somit dem Tempo der anderen nicht standhalten, profitierte jedoch von einem Zeitbonus aufgrund des fehlenden Spinnakers. Falls der erste Durchgang nicht erfolgreich war, konnte man am Samstag auf den zweiten Durchgang hoffen. Ebenfalls am Sonntag wurde der Parcours zwei Mal gefahren. Von diesen vier Rennen wurde das schlechteste gestrichen und der Rest zur Gesamtwertung gerechnet. (e)






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